Wir machen gerade Urlaub in unserem früheren Wohnort. Hier haben wir mit Dino gelebt, als er noch ein Wahnsinniger war. Heute Abend bin ich alleine mit ihm unsere frühere Gassirunde gegangen und zwar an lockerer Leine, ohne dass ich irgendwas tun musste. Im Freilauf immer nah bei mir, perfekt abrufbar, einfach ein toller Begleiter. Da tauchten natürlich Bilder in meiner Erinnerung auf, wie er früher war. Dino hat mich an den Rand des Wahnsinns getrieben. Ich habe nach seiner Adoption damals viel geweint und dachte, ich schaffe diesen Hund nicht. Und jetzt sind wir hier. Verbunden und entspannt.
Zwei Sachen hat mir das heute gezeigt.
1. Die anstrengendsten Hunde sind oft unsere größten Lehrmeister. Dino hat grundsätzlich immer alles über den Haufen geworfen, das ich gelernt hatte. Ich hatte in meinen Fortbildungen gelernt, dass Hunde im neuen Zuhause gleich Grenzen und viel Führung brauchen. Mein Bauchgefühl sagte mir aber schnell, dass Dino etwas anderes braucht: Nähe. Verständnis. Bedingungslose Liebe. Zusätzlich zu meinem Bauchgefühl sagte es mir auch Dino selbst, der mir wirklich um die Ohren flog. Man kann sich kaum vorstellen, wie laut und penetrant ein Hund sagen kann ICH WERDE MICH NICHT BEGRENZEN LASSEN! Dino war so verloren und wurde so oft abgelehnt (er war 1,5 als er zu uns kam und wurde vor uns bereits VIERMAL vermittelt), dass er selbst alles ablehnte. Tief drin wollte er unbedingt gehalten werden. Auch im späteren Zusammenleben ging alles schief, was bei mir zuvor immer geklappt und was ich sogar schon gelehrt hatte. Dieser Hund sagte einfach immer NEIN zu mir. Bis ich neue Wege ging – und mit dem Öffnen der ersten Leckerlipackung meines Lebens öffnete sich Dinos Herz und er sagte endlich ja. Dino lehrte mich auch im Weiteren so viel über Bauchgefühl, neue Wege gehen und immer wieder Demut vor der inneren Kraft eines Terriers. Wer gerade mit einem Wahnsinnigen leben darf, der lernt also fürs Leben!
2. Zeit wird als Ressource oft völlig unterschätzt. Entwicklung braucht Zeit. Hunde haben auch ein Recht darauf, dass man ihnen Zeit gibt – mal ehrlich, wie schnell entwickeln wir uns weiter? Dino wird im November acht Jahre alt – natürlich ist er gemäßigter geworden, er wird älter. Zeit ist nicht die einzige Komponente, aber eine wichtige! Der Druck, dass ein Hund nicht auffallen darf, das Training sofort klappen muss und der Hund doch kapieren muss was man von ihm will – der tut weder dem Hund gut, noch uns selbst. Wir müssen uns und unsere Hunde annehmen, statt sie zu bekämpfen.
Die gute Nachricht ist ja: Es gibt uns Hundetrainer, die als Wegweiser und Wegbegleiter dienen können. Aber wir laufen Marathons, keine Sprints.
Das Ding ist… Menschen kommen tendenziell auch immer schlechter zur Ruhe. Wir haben 1000 To Do’s im Kopf, viele Termine und ein Smartphone, das permanent durch geschickte Algorithmen unsere Aufmerksamkeit einfängt.
Bist du gut darin, mal NICHTS zu tun? Und mit „nichts“ meine ich nicht Netflix and chill oder scrollen durch Instagram, ich meine nicht spazieren gehen oder ein Buch lesen. Sondern wirklich NICHTS. Dasitzen oder daliegen und mal 2 Minuten die Ruhe genießen. Oder… Die Ruhe aushalten. Denn wenn man das nicht mehr gewohnt ist, bekommt man tatsächlich Entzugserscheinungen. Der Verstand spuckt plötzlich lauter Erinnerungen aus (ach ich wollte ja noch, ach ich könnte,…), damit man sich wieder beschäftigt. Man muss Ruhe also manchmal erst wieder lernen, sie sich zurückerobern. Damit klarkommen, mal wieder mit sich alleine zu sein und zu merken, wie es einem gerade geht. Tatsächlich ist es sogar effizient solche Ruheminuten in den Tag einzubauen, weil man sich eben plötzlich an so viel erinnert. Statt dann aufzuspringen und sofort einem to do hinterherzurennen, kann man dem Verstand sagen „Danke fürs erinnern, bitte melde mir das nochmal in 10 Minuten. Jetzt legen wir die Notiz nochmal beiseite.“
Wenn wir durchs Leben jagen, dann jagen wir auch unsere Hunde da durch. Damit meine ich nicht nur den Terminkalender, sondern auch die Stimmung. Hunde sind Seismographen, sie spüren unsere Stimmung und das macht etwas mit ihnen. Entweder im Großen, oder im Kleinen. Manche Hunde sorgen für sich und entfernen sich etwas von ihrem Menschen, andere werden innerlich unruhig, manche können es auch wieder loslassen. Je nach Hund. Wenn wir auf die Unruhe blicken, die wir bei vielen Hunden sehen können, dann befarf es auch eines Blickes auf die Unruhe in uns Menschen.
Nimm dir 2 Minuten und tue NICHTS. Und schau mal, was das mit dir macht.
Ich hatte heute ein Gespräch mit einer Mutter, die keine Hunde hat. Sie sagte, sie könnte das nicht: Auch die Hunde priorisieren und ständig im Alltag so bedacht auf ihre Bedürfnisse zu sein. Das Kind käme doch an erster Stelle.
Es ging in unserem Fall v.a. darum, dass die Hunde in unserem Wohnzimmer ihren Rückzugsort haben und deshalb kein Spielplatz für unser Kind dort ist.
Dazu möchte ich unbedingt etwas sagen:
Zum einen ist es natürlich eine Sache von Fairness, Hunde nicht zurückzustellen weil die Familie wächst und sie einfach permanent mit der Lautstärke und dem Trubel eines Kindes zu konfrontieren. Es ist aber auch FÜR das Kind, wenn man Familienhunden Ruhezeiten und -zonen garantiert und darauf achtet, dass sie nicht zu kurz kommen. Es verhindert Überreizung und Eifersucht.
Und ein Hund, der total drüber ist weil er immer gestört und belästigt wird und evtl. sogar zusätzlich in seinen Bedürfnissen (wie ausgedehnte Gassigänge oder einen Gartenbereich) zurückgestellt wird, der kann zur Gefahr für das Kind werden.
Hunde brauchen eine unfassbare Geduld mit Kleinkindern. Es ist laut, sie werden bedrängt (und wenn das Kind nur aus versehen über den Schwanz läuft oder aus versehen etwas auf den Hund wirft), usw.
Damit sie diese Geduld gewährleisten können, muss ihr Tank voll sein. Sonst ist die Lunte irgendwann so kurz, dass sie eben doch schnappen.
So oder so: Familie schließt ALLE Mitglieder mit ein, auch die Hunde! Und jeder sollte in einer Familie gesehen werden und viel wert sein.
Dino hat vor Jahren leider entschieden, sein Wohlbefinden an meines zu koppeln. Das ist im Alltag ein wertvoller Spiegel, weil mir Dino zeigt wenn ich nicht in meiner Mitte bin. Es gibt allerdings Lebensphasen, da ist das immens unpraktisch für uns – so wie jetzt. Ich bin schwanger und Dino dadurch ganz schön aus dem Tritt. Abgesehen davon dass er merkt, dass ich nicht fit bin, führe ich Hunde schlechter wenn ich schwanger bin. Ich bin nicht so präsent, eher unkonzentriert und habe auch schlichtweg weniger Muße dazu. Nun habe ich Hunde, die meine Führung brauchen und eine Menge Unsinn machen, wenn sie fehlt.
Das kann jedem mal so gehen – jeder kann Phasen haben, in denen er weniger präsent und „auf Zack“ ist. Das ist nicht schlimm! Schlimm ist nur, wenn man es am Hund auslässt. Es ist unerlässlich, klug zu managen was in so einer Phase geht und was eben nicht. Und es braucht die Fairness, nicht genervt zu sein wenn der Hund auffälliger ist als sonst.
Dino und ich waren heute bei einer Krimiwanderung/Schnitzeljagd am Start. Ich habe auf genug Abstand geachtet, damit Grummeldino nicht ständig die anderen Hunde anstänkert. Klar konnte ich dadurch nicht alles mitmachen, aber trotzdem habe ich so eine Situation geschaffen in der Dino und ich an einem Event teilhaben konnten. Ich stehe aktuell absolut drüber, dass Dino echt schlechte Laune hat und das auch zeigt. Ist halt so und es ist auch ok so. Ich rucke deswegen nicht genervt an der Leine, pampe ihn nicht frustig an und es gibt eine Menge Leberwurst als Management, um gut durch Situationen zu kommen.
Und so sind Dino und ich jetzt auf der Heimfahrt und immer noch die selben Freunde wie vorher – nicht genervt voneinander, in einer fairen Beziehung zueinander… Und gut ausgelastet.
Die Krimiwanderung war trotzdem aaabsolut bereichernd für mich und ich kann ein solches Event absolut jedem empfehlen – es geht wie man sieht auch mit Special Effect Hunden, wenn man umsichtig ist.
Ein perfekter Herbsttag. Die Sonne scheint auf bunte Blätter. Die Menschen sind gut gelaunt und grüßen sich mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Sie nehmen sich viel Zeit, mit ihren Hunden spazieren zu gehen.
Unvermittelt sehe ich, wie eine Hundehalterin stark am Halsband ihres Hundes ruckt, weil dieser sie langsam überholt. Der Hund zuckt zurück. Er läuft mit rundem Rücken und gestelltem Fell vorsichtig weiter.
Die Szene irritiert mich in der Idylle, vor allem weil die Frau den Hund ansonsten kein bisschen beachtet, aber freundlich alle Menschen grüßt die sie trifft. Nur wenige Meter exakt dasselbe Bild. Nur wird hier stark am Hund geruckt weil er sich nicht von selbst hinsetzt, als wir mit dem Auto vorbeifahren. Gewartet hat er.
So lief es gestern, als wir zu einer schönen Gassistrecke gefahren sind. Mir scheint, eine neue Hundeschule hat sich etabliert, weil mir das Verhalten der Hundehalter so geballt und identisch aufgefallen ist. So, wie die Hundehalter aussahen, haben sie das mit bestem Gewissen gemacht. Sie wirkten nicht frustriert oder hilflos, sondern entspannt und selbstbewusst.
Ich frage mich, wie die Hunde diese Spaziergänge wahrnehmen. Ich könnte mir nicht vorstellen, nur auf leisen Pfoten zu gehen, um bloß nicht ohne Vorwarnung zurückgerissen zu werden. Ich rede hier nicht von Leinenimpulsen oder ähnlichem, sondern dem „guten alten“ klassischen Leinenruck.
Wir haben inzwischen wirklich mehr als genug an der Hand, um eine lockere Leine herzustellen! Ist das wirklich die Art von Beziehung, die man zu seinem Hund möchte?
Es ist definitiv möglich, jeden Hund an eine lockere Leine zu gewöhnen, wenn man fleißig und konsequent ist und ggf. mehrere Methoden ausprobiert – und zwar auf eine Weise, bei welcher der Hund weiterhin gern an der Seite seines Menschen ist und den Glanz in seinen Augen nicht verliert.
Lassen wir die Herbstidylle auch für unsere Hunde gelten!
Wann startet der Gassigang?
Wenn es mit unserem Hund gut läuft, ist jeder Gassigang ein Geschenk für uns. Wir kommen an die frische Luft, haben Bewegung und Freude. Wir können uns mit unserem Hund und der Natur verbinden und durchatmen.
Aber egal, ob uns der Gassigang ganz viel gibt oder nicht – eigentlich gehen wir für unseren Hund raus.
Und DAS darf man im Hinterkopf behalten. Es ist seine Zeit.
Was sich ein Hund nicht wünscht, ist gestresstes Fertigmachen zum Rausgehen.
Hund hetzen, alles schnell zusammenkramen, raus, dann vielleicht sogar noch innerlich Gehetzt sein weil man sich eine bestimmte Strecke vorgenommen hat und wir Menschen haben leider nicht unbegrenzte Zeit für sowas zur Verfügung.
Die Zeit für unseren Hund startet nicht, wenn wir auf dem Feld stehen und die Leine abmachen!
Nicht das „lauf“, mit dem man den Hund eventuell von sich wegschickt damit er endlich Spaß hat (wovon ich überhaupt nichts halte) startet seine Zeit – die startet bein Heranrufen fürs Gassi gehen!
Auch hier darf man sich Zeit nehmen.
Halsband oder Geschirr so anziehen, dass sich der Hund nicht unwohl fühlt (zB durch unangenehmes über ihn beugen, was für manche Hunde schrecklich ist, manchen macht es dagegen gar nichts aus).
Leine so dranklicken, dass sie ihm nicht ausversehen ins Gesicht schlägt (1000 Mal gesehen, auch dass der Hund blinzelt weil die Leine nervig vor seinem Gesicht rumfuchtelt) und dass kein Karabiner an den Hundekörper schlägt.
Den Hund eventuell nochmal wertschätzend abstreichen, wenn er das mag.
Sich nicht von der Aufregung des Hundes hetzen lassen, gleichzeitig nicht den Hund hetzen („komm jetzt“).
Das hier ist eure gemeinsame Qualitätszeit!
Und dann kommt der Gassigang, der für den Hund da ist, der bitte auch mal Hundekram machen darf. 🙂
Schnüffeln!! Etwas anschauen und sich ein Bild davon machen. Sich wälzen, wenn es nur in Erde ist. Trödeln, fetzen, Gras fressen, mal eine interessante Strecke laufen. Hund sein.
Und was sich ein Hund ganz unbedingt auch wünscht ist Verbindung mit seinem Menschen.
Blicke des Hundes wahrnehmen und beantworten (eventuell wünscht er sich gerade mehr Zeit, geschützt werden weil ihm etwas unangenehm ist, oder „nur“ Verbindung in Form von sich ansehen und angelächelt werden).
Die Welt gemeinsam erleben, statt getrennt voneinander sein Ding zu machen – viele Hunde geben sich frei, wenn der Mensch im Handy hängt statt beim Gassigang.. Und werden dann genervt daran erinnert, dass sie dem Menschen folgen sollen. Wohin? In die Cyberworld? 😉
Tief atmen nicht vergessen, schöne Augenblicke sammeln, den Blick auf das kleine Besondere richten.. Das wünsche ich mir von den Menschen auf ihren Hunderunden.

05. & 06.09.2026 in 31135 Hildesheim
Je nach Interesse wird ein zweiter Termin angeboten.

Beschreibung folgt!
26. & 27.09.2026 in 31552 Apelern

Sandra und Miriam führen dich auf diesem Seminar durch verschiedene Stationen, die du mit deinem Hund absolvierst. Alle Übungen sind daraus ausgelegt, dass ihr als Team Herausforderungen meistert, Erfolge habt und eure Kommunikation miteinander verfeinert.
Wir besprechen anhand der Übungen, in welchen Situationen sich dein Hund deine Unterstützung wünscht und wann du ihm eventuell mehr zutrauen kannst. Du förderst deinen Hund, ohne ihn zu überfordern.
Wir nutzen bei diesem Seminar unser Gelände in Apelern, sowie die daran anschließende Natur. Du erhältst viel Anregungen für deinen Alltag, damit du auch im Anschluss an das Seminar die Kooperation mit deinem Hund ausbauen kannst.
In einem Theorieteil besprechen wir zudem:
25. & 26.04.2026 in 06193 Halle / Saale
27. & 28.06.2026 in 75181 Pforzheim

Du möchtest deinen Hund in all seinen Facetten kennenlernen und erfahren, was er sich im Alltag von dir wünscht bzw was er braucht? Dann bist du hier richtig.
Im ersten Teil des Seminars beobachten wir, wie sich dein Hund in verschiedenen Situationen ohne deine Beeinflussung verhält. So kannst du in einem geschützten Rahmen herausfinden, welche Charakterzüge dein Hund hat, was für Lösungsideen er hat wenn er alleine handelt und was er im Alltag von dir braucht.
Wie belastbar ist er, wie sicher, wie gelassen? Wie bringt man seine Augen zum leuchten? Was bringt seine Hutschnur zum Platzen und wie reagiert er in diesem Moment? Wie steht es um seine Frustrationstoleranz? Wir klären diese und weitere Fragen in einem geschützten Rahmen.
Im zweiten Teil bringen wir Hunde in für sie förderliche Sozialkontakte zusammen. Du lernst, wann sich dein Hund wohl bzw. unwohl fühlt und wie du ihn unterstützen und fördern kannst. Dein Hund hat die Möglichkeit, schöne Erfahrungen zu sammeln und über sich hinauszuwachsen. Außerdem erlebt er dich als Vertrauensperson, denn du schützt ihn wenn nötig, förderst ihn wenn möglich und bist grundsätzlich für ihn da.
Die Teilnahme steht allen sozialverträglichen Hunden offen. Zwei Plätze werden an Hunde mit Aggressionspotenzial vergeben. Davon profitieren alle Hunde! Die sozialverträglichen Hunde erleben, dass sie von ihrem Halter ausreichend geschützt werden und die aggressiven Hunde können sich in ihrem Tempo an ungefährliche Artgenossen annähern. Durch diese Konstellationen sind immer wieder unbeschreibliche Durchbrüche möglich!
Neben unseren gemeinsamen Beobachtungen besprechen wir
Die Theorie wird als Aufzeichnung verschickt und steht lebenslang zur Verfügung.
NEU: Dein Hund hatte einen besonders spannenden Kontakt, aber irgendwie ging es so schnell und du würdest dir die Begegnung gerne nochmal im Detail analysieren lassen? Du kannst nun Videoanalysen dazubuchen! Pro Hundekontakt berechne ich dafür 20€. Melde dich gerne nach dem Seminar bei mir, wenn du dir eine oder mehrere Videoanalyse(n) wünscht!



Onlinegruppe mit Zoom Sprechstunden, Start am 04.10.2026
12 Meetings immer von 10-12 Uhr

Hier bist du richtig, wenn dein Hund draußen nicht entspannt unterwegs ist, sondern hibbelig, unsicher, nervös,… Allgemein gestresst.
Du setzt mit meiner Anleitung viele verschiedene Impulse um und wir besprechen, welche für deinen Hund hilfreich sind. Scheu dich nicht davor, mit mir im Januar zu starten! Einige Übungen wie z.B. isometrische Übungen wirst du zunächst zuhause umsetzen. Wir haben in der kalten Jahreszeit auch den großen Vorteil, dass manche Hundehalter lieber auf der Couch sind und dein Hund dadurch draußen weniger Reizen ausgesetzt ist.
Nach diesem Kurs

Onlinegruppe mit Zoom Sprechstunden und Handouts, Start am 04.07.2026
12 Meetings, immer samstags 10-12 Uhr

Bevor wir als Halter einen entgegenkommenden Hund bemerken, hat ihn unser Hund meistens schon längst wahrgenommen. Nun kommt es darauf an, welche Erfahrungen er mit einer solchen Situation verknüpft hat. War diese nicht positiv, macht sich Anspannung breit. Bis es zur eigentlichen Begegnung kommt, hat sich bei Halter und Hund schon ein großes Spannungsfeld aufgebaut, das zu explodieren droht. Wie du solche Situationen in Zukunft gelassen managen kannst und du und dein Hund wieder zu einem entspannten Team werden, lernst du in diesem Kurs!
In diesem Kurs lernst du

Onlinegruppe mit Zoom Sprechstunden, Start am 10.10.2026
8 Meetings, immer samstags 10-12 Uhr

Wenn du hier gelandet bist hast du das große Glück mit einem Hund zu leben, der jagdlich motiviert ist.
Warum Glück? Eigentlich ist das doch anstrengend und unpraktisch?!
Du wirst in diesem Kurs merken, dass das Jagdverhalten tatsächlich ein Schlüssel zum Hund ist und dass du selbst ungemein davon profitieren kannst.
In diesem Basiskurs erhältst du zu Beginn eine Aufzeichnung mit Theorie über Jagdhunde und Jagdverhalten. In den gemeinsamen Zoom Sprechstunden erarbeiten wir uns

Das Leben mit Hunden bietet aus meiner Sicht eine gigantische Palette an Erfahrungen und Emotionen.
Es kann einfach der Hund sein, der nebenher läuft und entweder ein cooler Typ ist oder nervt.
Es kann aber auch der Hund sein, der ein Lebens Lehrmeister ist, der das Herz schon fast schmerzhaft tief berührt, der wieder Lachen schenkt und manchen sogar Lebenssinn.
Die Hündin unserer Nachbarin ist inzwischen sehr alt und krank und immer wieder treffe ich unsere Nachbarin mit verweinten Augen, weil sie sich Sorgen um ihre Hündin macht.
Gestern habe ich sie getroffen, als sie Rasen gemäht hat und ihre Hündin in einem Tragetuch um sich gebunden hatte. Die Hündin war wie ein Baby mit dem Gesicht abgetaucht und schlief in ihrem Pulli. (wir reden hier von einem chihuahua, nicht von einem Bernhardiner)
Etwas wird in meiner Nachbarin zerbrechen wenn ihre Hündin stirbt und ich kenne das, weil der Abschied von meiner Seelenhündin damals ein kleiner Tod war. Und dabei durfte ich sie erst ab ihrem 9. Lebensjahr begleiten, also hatte kein ganzes Hundeleben mit ihr Zeit.
Ich persönlich empfinde es so, dass Hunde unterschiedlich berühren – es gibt Seelenhunde und es gibt andere, wertvolle Begleiter.
Gleichzeitig hängt es aber auch eben davon ab, wie tief man Hunde in sich hineinlässt und wie sehr man bereit ist ihnen zuzuhören.
„Nur ein Hund“ oder so viel mehr, das liegt auch an uns.
Unsere Welt wird immer schnelllebiger und ich hoffe, wir verlieren nicht die Fähigkeit, uns von Hunden berühren und entschleunigen zu lassen.

Kennt ihr das?
Ihr geht Gassi und wollt euch und den Hund bewegen. Und dann steht er und schaut, oder grast, oder buddelt..
Und in euch steigt vielleicht Ungeduld auf.
Das war nicht euer Plan.
Vielleicht habt ihr eine bestimmte Runde im Kopf, die ihr schaffen wollt.
Wenn wir morgens Gassi gehen, geht Niara immer erstmal an eine bestimmte Stelle am Fluss und grast. Lange.
Je nachdem wie ich drauf bin merke ich, dass mich diese Minuten ein wenig nerven.
ABER.
Ich habe festgestellt, dass Niara mich dadurch jeden Morgen an eine Stelle führt, an der ich besonders gut das Rauschen des Flusses hören kann. Und das beruhigt mein Nervensystem.
Ich darf mich nach Nächten mit Baby jeden Morgen dort auftanken und dem Fluss zuhören.
Ich DARF. Nicht, ich muss rumstehen. 😉
Ich beobachte so etwas bei Hunden und ihren Menschen oft. Ihr vielleicht auch? 😀

Der Satz wurde mir letztens geschrieben und ich kenne ihn SO gut… von mir selbst. Wenn man ganz viel Wissen über Hunde gesammelt hat, passiert es (fast allen Menschen), dass man in den Kopf rutscht. Man arbeitet mit Wissen. Eigentlich doch super, oder?
Nur, dass man dabei ein wenig das Bauchgefühl und den Instinkt verliert. Das zu bemerken, ist total frustrierend. Man erinnert sich an früher zurück, wo man einfach GEMACHT hat, was oft so viel besser geklappt hat als die technische Herangehensweise. Das ist auch wirklich so! Ich sage immer: „Es ist besser du nutzt die nur zweit- oder drittbeste Methode, wenn du die aber dafür wirklich authentisch und unkompliziert umsetzen kannst. Suche nicht die Perfektion. Mach, was dich ohne Zögern ins Handeln bringt.“ Halten wir also erstmal fest: Nichtwissen hat Vorteile. Man handelt einfach, man ist authentisch, man gibt dem Hund ehrliches Feedback. Man zerdenkt nicht alles.
Aaaaber 🙂 (Wenn es kein „aber“ gäbe, würde ich nicht ausbilden 😂) Wenn wir ehrlich sind, macht man manchmal durchaus Mist. Man wird dem Hund nicht immer gerecht, wenn man seine Bedürfnisse nicht genau kennt, seine Sprache nicht gut beherrscht und ansatzweise einen Plan hat. Abgesehen davon macht es auch einfach Spaß, alles über Hunde zu lernen.
Also begibt man sich in Fort- oder Ausbildungen. Also riskiert man ein Verkopfen. Ein verwirrt sein, weil man plötzlich mehrere Ansätze im Umgang mit dem Hund kennt und gar nicht mehr weiß, was jetzt gut wäre.
Dann kommt er aber, dieser Punkt an dem man genervt und frustriert ist weil man merkt wie verkopft man geworden ist. Und dann ihr Lieben, dann wirds richtig gut. Dann macht man sich nämlich auf den Weg, beides zu vereinen. Wissen und Bauchgefühl. Plan haben und instinktiv handeln. Denken und fühlen. Handlungsfähig und authentisch sein. Das geht nicht von heute auf morgen. Das ist ein Prozess. Aber jeder Schritt auf diesem Weg bringt ein großes Stück Freiheit, Freude und Erfolg. Und dann rockt man das Ding.
Futter oder Korrektur, oder ist alles einfach Körpersprache, oder alles nur Beziehung, oder…?
So, inzwischen bin ich ja 35 Jahre alt und 10 Jahre lang im Hundetrainerleben unterwegs.
Und vielleicht werde ich alt. 🤣
Ich merke, wie wenig mich Videos oder Texte im Internet catchen, in denen ein Training oder eine Behandlung vom Hund zerlegt wird, um zu erklären wie man es besser macht.
Ich merke, wie das Ringen darum, was denn nun der richtige Umgang mit dem Hund ist, für mich nicht den Punkt trifft – zumindest nicht MEINEN Punkt, was MIR wirklich wichtig ist.
Weil ich sags euch ganz ehrlich.
Es ist mir wurscht. 😅
Es ist mir wurscht, ob der Hund gekekst wird oder körpersprachlich eingegrenzt (dass ich DAS mal sage, hätte ich vor 10 Jahren NIEMALS geglaubt).
Es ist mir wurscht, ob der Hund auf Kommandos hört oder mehr gemanagt wird (z.B. über Leine und Schleppleine).
Es ist mir sogar wurscht, ob auf jedes kleinste körpersprachliche Signal geachtet wird.
Warum?
Weil mir etwas anderes viel wichtiger ist.
Wie geht es Hund und Mensch miteinander?
Der Weg, den beide miteinander gehen, kann so unterschiedlich sein!
Beide werden dann richtig happy miteinander, wenn der Mensch authentisch ist, fair und berechenbar.
Jeder Mensch und jeder Hund ist unterschiedlich.
Ich persönlich liebe es, zu beobachten wie der Mensch aktuell mit seinem Hund unterwegs ist und dann erstmal nur Nuancen zu verändern.
Mich auf die beiden Individuen einzuschwingen, Angebote zu machen was weiterhelfen könnte und – wenns nicht passt – das nächste aus dem Hut zu ziehen.
Natürlich sind z.B. Diskussionen darüber, was Gewalt am Hund ist und somit inakzeptabel, total wichtig!
Aber das Zerlegen von Methoden, um die Beste zu promoten.. Für mich ist das wenig zielführend.
Wie viele Hundehalter kenne ich, die immer verwirrter und unsicherer wurden, je mehr sie gelesen haben – weil jeder etwas anderes sagt und alles so plausibel klingt.
Was wäre, wenn es kein „entweder – oder“ sein muss?
Wenn wir mehr in eine Sprache finden, in der wir dem Menschen unterschiedliche Brillen anbieten, durch die er auf seinen Hund blicken kann…. und er behält die auf, die sich am besten anfühlt und dem Hund am besten tut?
Wir können SEHEN, was wirklich weiterhilft, wir müssen nicht vorab zerdenken was DER richtige Umgang ist.
Denn was, wenn es den einfach nicht gibt?
Wenn der eine dank Hundekeksen aufblüht, ohne dass es als Bestechung oder Umweg oder fehlende soziale Verbindlichkeit oder oder oder gesehen wird?
Und der andere dank einer „nein“ Kommunikation im Sinne von Grenzen und angemessenen Korrekturen, ohne dass er permanent als Übeltäter beäugt wird?
Das Foto zeigt mich mit Pflegehündin Paula beim abspacken, was durchaus im Außen Knöpfe gedrückt hat, weil ich diese irre Hündin auch immer wieder weiter hochgepusht habe statt sie nur runterzufahren .
Ich erkläre super gern, warum ich sowas mache, lasse gerne durch meine Brille schauen – die Frage, ob „man sowas machen sollte“, ganz grundsätzlich und pauschal, wäre für mich genau so ein Fall von „leicht unnötige Diskussion“.
Weil jeder Hund ein Einzelfall ist.
Weil es soooo viel „richtiges“ Miteinander gibt.
Geht euren Weg. Folgt der Freude.
Sucht euch gern Unterstützung und Begleitung, dafür sind wir Hundetrainer ja da.
Wir sind nicht dafür da, um uns zu profilieren, alles besser zu wissen und euch etwas zu verkaufen.
Wir sind ausgebildet, um Hunde zu lesen und Menschen zu coachen.
Für jedes Problem, das es gibt, gibt es 100 mögliche Lösungen. Nicht nur eine.
Training darf Spaß machen, Alltag soll Spaß machen, es ist euer Leben!
Ihr seid der Mittelpunkt und ihr passt in keine Schablone rein.

Ich habe euch kürzlich gefragt, ob ihr euch erinnern könnt warum ihr euch für euren ersten Hund entschieden habt.
Was ihr gesucht habt, was ihr euch gewünscht / erträumt habt.
Da fielen Begriffe wie „einen Freund haben“, „einen Begleiter haben“, „sich um jemanden kümmern“.
Ist es nicht toll, dass wir alle diese Träume inzwischen leben können?
Einfach, weil wir es geschafft haben erwachsen zu werden und jetzt die Freiheit haben, einen Hund zu besitzen. 😁
Wer mag: Führe in deiner Fantasie ein Gespräch mit dem Mädchen, dem Jungen, dem Teenie, dem jungen Erwachsenen, der sich einen hündischen Freund gesucht hat.
Zeige deinem früheren Ich, was du für dich realisiert hast.
Ich hoffe, das löst Glück in dir aus!
In unserem Alltagstrott vergessen wir einfach ab und an, wie sehr wir uns mal das gewünscht haben, was wir inzwischen als Realität erfahren.
Vielleicht rückt das beim Ein oder Anderen auch ein wenig Alltagsstress zurecht, das wäre schön.😊
Bei den Gedanken „ich muss noch mit dem Hund raus“, „er hat sich daneben benommen“, „er schränkt mich ein“, oder was auch immer mal als kleiner Gedanke zwischendurch aufkommt… bei all dem wird manchmal verdeckt, um was es wirklich geht:
Wir leben Freundschaft. Wir erfahren Treue. Wir gehen eine tiefe Bindung ein. Wir haben Spaß zusammen.
Diese Partnerschaft, die wir mit unserem Hund haben, ist so viel mehr als eine kleine oder große Baustelle. Sie ist ein Geschenk.

„Ganz im Sinne meiner Hunde 😂 Find ich gut, dass du da mal einen Fokus drauf setzt“ – schrieb mir eine Teilnehmerin gestern nach meiner Gruppenstunde im Umweltsicherheitkurs.
Worum gings?
Um Kekse. 😄
Wer mich von früher kennt der weiß, dass ich den Umgang mit Leckerlis grundsätzlich abgetan habe.
Meine Labels im Kopf waren „Bestechung“, „Dressur“, „keine Führungskompetenz“, „Abhängigkeit von Hilfsmittel“, „fehlende Beziehungsgespräche“ und einiges mehr.
Ich war felsenfest davon überzeugt, dass man mit jedem Hund nur auf Hündisch kommunizieren muss, und es läuft.
Und dann kam Dino.
Und er sagte nein zu mir.
Jahrelang.
Ich reflektiere viel, ich schaue gern aus der Vogelperspektive auf mich und ich bin selbstkritisch.
Und ich kam an den Punkt zu verstehen, dass mein Weg keinen Zugang zu diesem Hund ermöglicht.
Gott sei Dank!! Sonst wäre ich so eingefahren geblieben und hätte mich auch in so viele Menschen und Hunde nicht adäquat einfühlen können.
Ich kaufte also Kekse. 😅
Erst kam ich mir tatsächlich irgendwie schäbig vor, als würde ich meine Prinzipien aufgeben und mir etwas erkaufen.
Aber dann sah ich, wie mein Hund plötzlich „JA“ sagte.
Wie ich endlich Weichheit in ihn bekam.
Wie wir nach und nach VIEL mehr meistern konnten, weil ich ihm die Welt schönkeksen konnte.
Wisst ihr, meine ersten Jahre als Hundetrainerin fühlten sich einfach geil an.
Ich dachte, ich habe den Schlüssel zum Hund und den heiligen Gral in der Hand. Ich könnte jedem total einfach zum großen Glück verhelfen.
Was war das für ein befriedigender Höhenflug. 😄
Ich bewegte mich in einer Bubble voller Trainer, die genau das eifrig nach außen kommunizierten. Total überzeugt.
Und was war mit den Menschen, denen dieser Umgang mit dem Hund nicht weitergeholfen hat?
Die waren quasi selber schuld. Zu inkonsequent. Zu unklar in ihrer Sprache. Zu wenig Seminare bei den Trainern besucht. 😉
Oder, heute mein liebstes Aufreg-Thema: Wenn es keine andere Erklärung mehr gab, dann hieß es: Dein Hund spiegelt dir ein Thema. Er wird sich nicht ändern, wenn du dich nicht änderst. Er will dir etwas aufzeigen. Er ist dein Lehrmeister.
Gut, oder? So war nie die Anleitung in der Hundeschule falsch. 😅
Bei einem „du musst dich ändern, da ist irgendein Thema“ fühlen sich doch die meisten ertappt. Wer hat bitte kein Thema. Der Spruch geht immer.
Und ja, manchmal stimmt das natürlich! Manchmal ist es aber auch nur Bequemlichkeit des Trainers, das in den Ring zu werfen. Dann ist er nämlich raus.
Es tat mega weh, einzusehen, dass ich nicht alles wusste.
Im Gegenteil.
Je mehr ich weiter dazulernte, desto mehr merkte ich, wie WENIG ich wusste.
Bis heute vermisse ich manchmal dieses Höhenflug Gefühl, alle retten zu können, weil ich so einen einfachen Weg an der Hand habe.
War geil!
War aber nicht kompetent. War auch nicht empathisch.
Und so stehe ich heute da, mit einem großen Methodenkoffer, kann irgendwie immer noch was aus dem Hut zaubern. 😄
Und da ist dieses leisere, zartere, aber noch viel schönere Grundgefühl in mir während ich arbeite, das mir sagt: „Du bist ein Reiseführer, der viele Pfade kennt, und gemeinsam mit dem Menschen vor dir probierst du aus, welcher Weg ihn zu seinem persönlichen Ziel führt. Manchmal findest du für ihn Abkürzungen. Manchmal zeigst du ihm einen Weg, den er übersehen hat. Und manchmal läufst du einfach neben ihm und ermutigst ihn, weiterzugehen. Und auch das ist wertvoll.“
Heute möchte ich Menschenaugen und Hundeaugen leuchten sehen.
Und es wird mir immer egaler, wie genau der Weg dahin aussieht.
Weil es nicht um mein Ego geht.
Und weil mich MEIN größter Lehrmeister so viel Demut gelehrt hat.
Darauf nen Keks! Für mich. 😉

Interaktive Sprechstunde von 10-12 Uhr
Termine: 02.05.2026 und 06.06.2026

„Was sagst du zu…, Miri?“ – genau dafür ist hier Platz!
Als Teilnehmer schickst du mir vorab das Thema, das dich interessiert. Das kann eine Frage sein, ein Video, oder ein Themengebiet.
Ich ordne das kurzweilig wissenschaftlich ein und gebe gleichzeitig meine eigenen Erfahrungen aus 10 Jahren Training sowie meine persönliche Meinung Preis. Es ist Raum für Diskussionen gegeben.
Onlinegruppe mit wöchentlichen Sprechstunden bei Zoom – Start am 09.07.2026, die zweite Gruppe legt den Start gemeinsam fest
10 Meetings, immer 18-19:30 Uhr
