Fair sein

Dino hat vor Jahren leider entschieden, sein Wohlbefinden an meines zu koppeln. Das ist im Alltag ein wertvoller Spiegel, weil mir Dino zeigt wenn ich nicht in meiner Mitte bin. Es gibt allerdings Lebensphasen, da ist das immens unpraktisch für uns – so wie jetzt. Ich bin schwanger und Dino dadurch ganz schön aus dem Tritt. Abgesehen davon dass er merkt, dass ich nicht fit bin, führe ich Hunde schlechter wenn ich schwanger bin. Ich bin nicht so präsent, eher unkonzentriert und habe auch schlichtweg weniger Muße dazu. Nun habe ich Hunde, die meine Führung brauchen und eine Menge Unsinn machen, wenn sie fehlt.

Das kann jedem mal so gehen – jeder kann Phasen haben, in denen er weniger präsent und „auf Zack“ ist. Das ist nicht schlimm! Schlimm ist nur, wenn man es am Hund auslässt. Es ist unerlässlich, klug zu managen was in so einer Phase geht und was eben nicht. Und es braucht die Fairness, nicht genervt zu sein wenn der Hund auffälliger ist als sonst.

Dino und ich waren heute bei einer Krimiwanderung/Schnitzeljagd am Start. Ich habe auf genug Abstand geachtet, damit Grummeldino nicht ständig die anderen Hunde anstänkert. Klar konnte ich dadurch nicht alles mitmachen, aber trotzdem habe ich so eine Situation geschaffen in der Dino und ich an einem Event teilhaben konnten. Ich stehe aktuell absolut drüber, dass Dino echt schlechte Laune hat und das auch zeigt. Ist halt so und es ist auch ok so. Ich rucke deswegen nicht genervt an der Leine, pampe ihn nicht frustig an und es gibt eine Menge Leberwurst als Management, um gut durch Situationen zu kommen.

Und so sind Dino und ich jetzt auf der Heimfahrt und immer noch die selben Freunde wie vorher – nicht genervt voneinander, in einer fairen Beziehung zueinander… Und gut ausgelastet.

Die Krimiwanderung war trotzdem aaabsolut bereichernd für mich und ich kann ein solches Event absolut jedem empfehlen – es geht wie man sieht auch mit Special Effect Hunden, wenn man umsichtig ist.

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